Körperhygiene in der Shelkar Monastery


Dinge die für uns selbstverständlich erscheinen sind in Ländern wie Nepal keineswegs Alltag. So auch zum Beispiel eine regelmäßige und gründliche Körperhygiene. Auch bei den Mönchen in der Shelkar Monastery wurde dieses Thema bisher leider nicht wirklich ernst genommen. Die Folgen davon, hauptsächlich bei den kleinen Mönchen, sind Hautausschläge und Parasiten. Meist fehlt zusätzlich das Verständnis dafür, dass die Ursache dieser Probleme in der mangelnden Körperhygiene liegt. 

 

Die Körperpflege der Kleinen in Nepal wird hauptsächlich durch die Frauen in der Familie durchgeführt. Diese fehlen aber  in einem Kloster und so fühlt sich niemand richtig zuständig darauf zu achten, dass die Kinder sich regelmäßig und gründlich waschen. Von unserer tibetischen Freundin Lobsang Dolma wurden uns deshalb mehrere Mädchen als Volontäre vermittelt, die die Kleinen erst einmal gründlich gewaschen haben. Dazu gehört in Nepal auch das anschließende Einölen der Kinder.

 

Seit dem achtet unser Volontär Georg Mödinger, der zur Zeit im Kloster lebt, darauf, dass die Kleinen eine regelmäßige Körperpflege durchführen und behandelt Ausschläge und Pilzinfektionen. Damit auch hier die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleistet wird, werden außerdem auch die älteren Mönche über die Notwendigkeit der gründlichen Körperhygiene und ihrer Verantwortung gegenüber den Kleinen geschult und unterstützt.

 

Shelkar Monastery bekommt neue Mülleimer


Zukunft für Kinder. Das heißt nicht nur, den Kindern eine schulische Ausbildung zu ermöglichen. Es heißt auch, sich für den Erhalt der Umwelt einzusetzen, in der diese aufwachsen. In Sachen Umweltschutz ist Nepal, allem voran Kathmandu, aber leider nicht gerade vorbildhaft. Die Regierung sieht sich mit der Müllkrise im Kathmandu Valley vor einer absoluten Mammutaufgabe. Der Müll liegt und schwimmt überall. 

 

Das Gefühl für Müll ist in der Mehrheit der Gesellschaft leider noch nicht sehr ausgereift. Auch in der Shelkar Monastery musste unser Volontär Georg Mödinger bei seinem mehrmonatigen Aufenthalt leider feststellen, dass vor allem den Kleinen niemand beibringt, wie man sein Zuhause sauber hält, geschweige denn, was es mit Mülltrennung auf sich hat. Das wollten und haben wir geändert. Mülleimer wurden beschafft, Mülltrennungsaufkleber entworfen und ein Workshop über das Trennen von Müll und dem Sinn dahinter gehalten.

 

So ein Projekt funktioniert natürlich nicht von heute auf morgen. Das Verständnis über Sauberkeit und Hygiene lernt man nicht an einem Tag. Deshalb betreut unser Volontär Georg Mödinger weiterhin das Projekt vor Ort und arbeitet eng mit dem "Captain", der für alle organisatorischen Dinge im Kloster zuständig ist, zusammen. Dieser soll in Zukunft dann die Leitung des Projekts übernehmen. Zu diesem Projekt gehört z.B. auch, der Müllabfuhr Druck zu machen, dass sie regelmäßig kommt und nicht nach Lust und Laune. 

Ein Besuch im Zoo


Zu einem ordentlichen Zoobesuch gehört natürlich auch eine ordentliche Vespertasche
Zu einem ordentlichen Zoobesuch gehört natürlich auch eine ordentliche Vespertasche

Nachdem unsere kleinen Nachwuchs Mönche in den letzten Wochen die strenge Disziplien im Kloster lernen mussten, eine Impfung ertragen mussten und der Besuch im Behindertenheim für den ein oder anderen ebenfalls eine prägende Erfahrung war, spendierte Astrid Vöhringer den Kleinen einen Zoobesuch. Denn auch kleine Mönche sind und bleiben Kinder. Aber auch für die "grossen Kinder" wie unseren Voluntair Georg Mödinger, ein paar älteren Mönchen sowie ein paar weibliche Unterstützungskräfte, die uns von unserer Freundin Lobsang Dolma vermittelt wurden, war der Besuch eine schöne Abwechslung.

Ganz schön gross....
Ganz schön gross....

Zoo in Kathmandu? Der Ein oder Andere wird jetzt vielleicht an Betongehege und unzumutbaren Bedingungen denken. Wir wurden aber positiv überrascht. Zwar handelt es sich vielleicht nicht um einen Vorzeige Zoo und er ist auch nicht sonderlich gross. Doch die Bedingungen für die Tiere sind Ordnung (soweit das in einem Zoo möglich ist) und es gibt viele Grünflächen. Es ist also wirklich ein Erholungsgebiet in der hektischen und verschmutzten Grossstadt. Für alle war es also ein abwechlungsreicher und erholsamer Tag, auch wenn die Aufpasser manchmal ganz schön Mühe hatten, alle beieinander zu halten. 

Hepatitis B Impfung


Dabei hat sie doch noch nicht mal angefangen...
Dabei hat sie doch noch nicht mal angefangen...

Heute, am 08 Januar 2017, wurden 16 junge Mönche gegen Hepatitis B geimpft. Sie sind erst seit einigen Wochen im Kloster und stehen ganz am Anfang ihres Lebens als Mönch. Viele von ihnen kommen aus sehr armen Verhältnissen und hygienisch fragwürdigen Bedingungen. Das Wissen über die Ursache von Krankheitsübertragungen ist meist nur schlecht, nicht selten auch gar nicht vorhanden. Das z.B. nicht der gleiche Rasierer für des Scheren der jungen Mönchsköpfe benutzt werden sollte, weil durch Schnitte und Schrammen  Blut übertragen werden kann, ist keine Selbstverständlichkeit. Vor der Impfung wurden natürlich erst alle mit einem Schnelltest auf Hebatitis B überprüft. Das erfreuliche Ergebnis: Alle negativ! Die Nachfolgeimpfungen werden nun nach vorgegebenem Rhythmus durchgeführt.

Unsere kleinen Mönche besuchen das Behindertenheim in Jorpati


Lobsang Dolma, die seit der ersten Stunde von "Nepal-Schulprojekt" dabei ist, hatte die Idee, zwei unserer Projekte zu verbinden. Warum nicht die kleinen Mönche der Shelkar Monastery in das Behindertenheim in Jorpati schicken? Gedacht, geplant, getan! Bei dem Besuch ging es darum, den kleinen Mönchen zu verdeutlichen, dass es auch ein Leben außerhalb der Klostermauern gibt, welches sehr hart sein kann. Und dass man allen Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung, freundlich und ohne Berührungsängste entgegen treten sollte.

Unsere kleinen Nachwuchs- Mönche haben eine Puja zelebriert und anschliessend Süssigkeiten und Früchte verteilt. "Puja" ist die Bezeichnung für ein buddhistisches Gebet, dass für verschiedene Situationen angewendet wird (z.B. für Glück).  Aber auch die Bewohner des Behindertenheims haben sich am Nachmittag aktiv beteiligt. Viele haben hinduistische oder buddhistische Gebete oder Lieder vorgetragen. Insgesamt ein vollkommen gelungener Nachmittag, der für alle Beteiligten eine tolle Bereicherung war und den wir sicher wiederholen werden! Vielen Dank an alle Beteiligten!

 

"When educating the minds of our youth, we must not forget to educate their hearts."

His Holiness the 14th Dalai Lama