Zeitungsartikel über Geburtshaus und Behindertenheim


Am 12. Juni ist ein Zeitungsartikel über das Geburtshausprojekt in Humla und das Behindertenheim in Jorpati/ Kathmandu in den Stuttgarter Nachrichten - Landkreis Göppingen erschienen.

 

Den Link zum Artikel finden Sie hier.

Erneuerungen im Behindertenheim in Jorpati


Seit geraumer Zeit ist das Nepal Schulprojekt >>Zukunft für Kinder e.V.<<  im staatlichen Behindertenheim in Jorpati/ Kathmandu unterstützend tätig. Bis dahin fand hier die letzten zehn Jahre keinerlei Entwicklung statt. Die Einrichtung ist heruntergekommen, die hygienischen Zustände katastrophal und eine individuelle Betreuung der Bewohner praktisch nicht vorhanden.

 

Unser Volontär Georg Mödinger, der einige Monate in Nepal in unseren Projekten tätig war und großes Interesse und Idealismus zeigte, hat sich nach seinem Aufenthalt in Dadikhot und in der Shelka Monestery, sowie nach seiner Reise nach Humla, ganz der Arbeit im Behindertenheim gewidmet. 

Es ist unglaublich, was durch sein Engagement, Einsatz und seinem know how alles verändert wurde.

 

Eines der größten Projekte war die Komplettsanierung des Wassersystems in den zwei Gebäuden des Heims. Diese Sanierung bestand aus zwei Hauptpunkten. Erstens die Qualität des Wassers zu verbessern. Dies war dringend notwendig, da die Qualität manchmal so schlecht war, dass die Bewohner selbst vom Duschen Ausschläge bekommen haben. Von den immer wieder auftretenden Krankheiten, wie schwere Durchfälle, durch das verschmutze Trinkwasser ganz zu schweigen. Der zweite Hauptpunkt bestand darin, eine komplett neue Verrohrung durchzuführen, sowie ein ein zentrales Wasserspeichersystem einzuführen, da die alten Leitungen marode waren und das Auffüllen der verschiedenen Wasserspeicher mit mehreren Pumpen sehr aufwendig war. Dazu muss man wissen, dass in Nepal die Wasserversorgung der Gebäude mit großen Wassertonnen auf den Dächern funktioniert, welche immer wieder aufgefüllt werden.

Das erste der zwei Hauptziele wurde erreicht, indem ein großer Wasserfilter ins System eingebunden wurde, welcher das Wasser vorfiltert und es somit hautverträglich macht. Außerdem wurde ein Hochleistungsfilter in der Küche installiert, der das Wasser trinkbar filtert und es somit zum Kochen und sonstigen Einsätzen brauchbar macht. Zusätzlich wurde auch noch ein Wasserspender beschafft, an dem sich die Bewohner jederzeit ihre Trinkflaschen auffüllen können. Erneuerungen, welche von den Bewohnern mit riesiger Begeisterung und Dankbarkeit angenommen wurden. Denn damit wurde eine große Problemquelle in Sachen Hygiene und Gesundheit beseitigt.

Für das zentrale Wasserspeichersystem wurden alle Tanks auf das Dach des Zweitgebäudes im Behindertenheim gebracht. Nur hier ist die Statik des Daches für das Gewicht der Tanks ausreichend. Von hier aus wurden nun neue Wasserrohre in alle notwendigen Räume der zwei Gebäude gelegt, die das vorgefilterte Wasser der Tanks befördern. Die alten Rohre waren bereits in einem enorm maroden Zustand und immer wieder mussten sie an verschiedenen Stellen geflickt werden. Das gehört nun der Vergangenheit an. Das neue System wurde, genau wie das Filtersystem, von unserem befreundetem, nepalesischen Ingenieur Herr Prem geplant und zusammen mit Georg Mödinger umgesetzt.

 

Abgesehen vom neuen Wassersystem hat  dasNepal-Schulprojekt außerdem einen Außenpavillon renoviert und nutzbar gemacht. Hier verbringen hauptsächlich die älteren und mental sehr angeschlagenen Bewohner ihren Tag. Bisher saßen sie auf einem kalten Betonboden!  Sie aßen dort, verrichteten ihr Geschäft  und wurden mit einem Schlauch abgeduscht (kalt).  Ein Anblick und Zustand, der von Menschenwürde weit entfernt war. Das haben wir nun geändert. Die Seitenwände des Pavillons wurden mit Alurahmen und Kunststoffscheiben geschlossen und der Boden wurde durch spezielle Kacheln ersetzt, welche Wärme speichern und leicht zu reinigen sind. Zusätzlich wurde eine Duschecke eingerichtet in der es, dank neuem elektrischem Durchlauferhitzer, nun warmes Wasser gibt und an dem man die Körperhygiene in einer gewissen Privatsphäre durchführen kann. Zusätzlich wurden spezielle Toilettenstühle besorgt, welche die physisch und psychisch sehr angeschlagenen Bewohner vor Ort benutzen können.

Der Garten des Behindertenheims wurde in den letzten 10 Jahren leider mehr als Müllkippe statt als Erholungsraum genutzt. Berge von alten Windeln, Kathedern, Spritzen und normalem Hausmüll sorgten für einen nicht tragbaren Anblick und bargen natürlich auch ein riesiges Gefahrenpotential. Hier wurde von unserem Volontär Georg Mödinger und anderen Helfern ca. 800Kg Müll eingesammelt und die Oberfläche eben gezogen. Jetzt können hier wieder neue Gräser und Pflanzen wachsen und sich die Bewohner erholen.

 

Neben den großen Projekten gab es aber auch etliche kleine Verbesserungen. Zum Beispiel neue Vorhänge, da die alten einen nicht mehr beseitigbaren Geruch angenommen hatten und um den kalten Räumen etwas mehr Farbe zu verleihen.  Es wurden eue Küchenutensilien angeschafft, um die Verpflegung der ca. 90 Bewohner zu erleichtern und  vielerlei neue Hygieneartikel (wie z.B. Stuhlbeutel) für die Bewohner gekauft und für die Kinder Spiele und noch viele andere Dinge.

 

Zusätzlich zur Unterstützung des Heims durch Erneuerungen und Renovierungen hat das Nepal-Schulprojekt zusammen mit Frau Vöhringers langjährigen Freundin und Partnerin Lobsang Dolma begonnen,  regelmäßig Volontäre in das Heim zu bringen. Diese kommen sowohl aus Deutschland als auch aus Nepal, was eine gewisse Regelmäßigkeit gewährleistet. Diese unterstützen die Belegschaft des Heimes in allen möglichen Aufgaben. Vor allem beschäftigen sie sich aber mit den Kindern des Heimes, denn eine intensive Betreuung durch die Pfleger ist leider nicht gewährleistet.

Neben Georg Mödinger waren Nina Köhler und Lena Peschke aus Ebersbach eine  - wenn auch kürzere Zeit - in dem Behindertehim tätig und haben gesehen, wie wichtig unsere Arbeit und Unterstützung dort ist. 

 

Das Behindertenheim in Jorpati ist eine staatliche Einrichtung und deshalb ist der Einfluss vom Nepal-Schulprojekt hier begrenzt. Trotz allem ist,  für nepalesischeVerhältnisse, schon sehr viel geschehen und die Lebensqualität der Bewohner erheblich gestiegen. Das Nepal-Schulprojekt wird hier auch weiterhin dieses Ziel verfolgen und hat viel Unterstützung finanzieller Art z.B. von unsere Partner- Orgnaisation Sundar Sansar erfahren. So hoffen wir, das Leben der Bewohner dort in dem Heim durch kontinuierliche Unterstützung wesentlich verbessern zu können und den Menschen, die in Nepal ganz am Rand der Gesellschaft stehen

etwas mehr Lebensqualität geben zu können.

Clowns ohne Grenzen besuchen Bhanubhakta Schule und Behindertenheim


Am 13.03.2017 war die Gruppe "Clowns ohne Grenzen" aus Deutschland zu Besuch in der Bhanubhakta Schule. Ihr Ziel: Ein Lachen in das Gesicht von nicht-priviligierten Kindern zu zaubern. Und das ist ihnen mehr als gelungen. Ca. 200 Kinder aus dem Kindergarten und den unteren Klassen nahmen an der Veranstaltung teil. Diese fand in der "Astrid-Hall" statt, welche von Nepal-Schulprojekt finanziert wurde.

 

Am 18.03. kam die Truppe dann auch noch in das Behindertenheim in Jorpati. Aber nicht nur dessen Bewohner nahmen Teil, sondern auch die kleinen Mönche der Shelkar Monastery. Und auch hier war die Veranstaltung, trotz Stromausfall, ein voller Erfolg.

 

Die Show der Clowns besteht aus einer Sprache, die alle Menschen auf dieser Welt verstehen und die Begeisterung der kleinen (und großen) Kinder war rießig. Eine wunderbare Idee und wir bedanken uns bei allen Helfern, welche die beiden Shows möglich gemacht haben. Und allem voran bedanken wir uns natürlich bei Clowns ohne Grenzen für ihr ehrenamtliches Engament und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Auch Behindertenheim bekommt neue Mülleimer


Nach dem erfolgreichen Müllprojekt in der Shelkar Monastery, bekam jetzt auch das Behindertenheim in Jorpati neue Mülleimer. Auch dieses Projekt wurde von unserem Volontär Georg Mödinger umgesetzt, der im Kloster bereits Erfahrung in der Durchführung erlangt hatte. 

Genau wie in der Shelkar Monastery funktioniert so ein Projekt natürlich nicht von einem Tag auf den anderen. In Jorpati kommt außerdem erschwerend dazu, dass nicht alle Heimbewohner psychisch dazu in der Lage sind, den Sinn des Projektes zu erfassen.

Trotzdem wurde ein erster Schritt gemacht und das Projekt wurde dankbar angenommen, was die Grundvoraussetzung für die Nachhaltigkeit eines Projektes ist. Jedes Zimmer verfügt nun über Mülleimer, was bisher nicht der Fall war. Denjenigen, die ihre Mülleimer nicht selber leeren können, hilft die Belegschaft des Heimes. 

Das Erreichen von hygienisch akzeptablen Zuständen ist momentan eines unserer Hauptziele im Behindertenheim. Die Einführung des Müllsystems ist dabei ein Teilschritt.

 

Unsere kleinen Mönche besuchen das Behindertenheim in Jorpati


Lobsang Dolma, die seit der ersten Stunde von "Nepal-Schulprojekt" dabei ist, hatte die Idee, zwei unserer Projekte zu verbinden. Warum nicht die kleinen Mönche der Shelkar Monastery in das Behindertenheim in Jorpati schicken? Gedacht, geplant, getan! Bei dem Besuch ging es darum, den kleinen Mönchen zu verdeutlichen, dass es auch ein Leben außerhalb der Klostermauern gibt, welches sehr hart sein kann. Und dass man allen Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung, freundlich und ohne Berührungsängste entgegen treten sollte.

Unsere kleinen Nachwuchs- Mönche haben eine Puja zelebriert und anschliessend Süssigkeiten und Früchte verteilt. "Puja" ist die Bezeichnung für ein buddhistisches Gebet, dass für verschiedene Situationen angewendet wird (z.B. für Glück).  Aber auch die Bewohner des Behindertenheims haben sich am Nachmittag aktiv beteiligt. Viele haben hinduistische oder buddhistische Gebete oder Lieder vorgetragen. Insgesamt ein vollkommen gelungener Nachmittag, der für alle Beteiligten eine tolle Bereicherung war und den wir sicher wiederholen werden! Vielen Dank an alle Beteiligten!

 

"When educating the minds of our youth, we must not forget to educate their hearts."

His Holiness the 14th Dalai Lama